Warum sich der Anbau von Physalis lohnt
Die Physalis ist eine besondere Frucht, die auch in unseren Gärten hervorragend gedeiht. Ihre orangefarbenen Beeren stecken in einer papierartigen Hülle und schmecken süß-säuerlich. Du kennst sie vielleicht als Dekoration auf Desserts oder aus dem Supermarkt. Dabei ist der eigene Anbau gar nicht schwer. Die Pflanze wächst schnell und trägt reichlich Früchte. Mit dem richtigen Timing bei der Ernte holst du das beste Aroma aus deinen Physalis heraus.
Wann sind Physalis reif
Der richtige Erntezeitpunkt ist entscheidend für den Geschmack. Physalis sind reif, wenn sich die Lampionhülle von Grün nach Beige oder Braun verfärbt. Die Hülle trocknet dabei ein und wird papierartig. Gleichzeitig wechselt die Frucht im Inneren ihre Farbe von Grün zu einem kräftigen Orange. Unreife Früchte schmecken bitter und sollten nicht gegessen werden. Die Reifezeit beginnt je nach Aussaatzeitpunkt etwa im August und zieht sich bis in den Oktober hinein.
So erkennst du den perfekten Erntezeitpunkt
Neben der Farbe gibt es weitere Anzeichen für die Reife. Reife Physalis fallen oft von selbst zu Boden. Das ist ein sicheres Zeichen dafür, dass sie pflückreif sind. Du kannst die Hülle auch vorsichtig öffnen und nachschauen. Die Frucht sollte prall und gleichmäßig orange gefärbt sein. Ein leichter Druck mit dem Finger zeigt dir, ob die Beere fest und saftig ist. Weiche oder schrumpelige Früchte sind überreif und schmecken nicht mehr so gut.
Die richtige Erntetechnik
Das Ernten von Physalis ist unkompliziert. Pflücke die Früchte mitsamt ihrer Hülle von der Pflanze. Drehe sie vorsichtig ab oder schneide den Stiel mit einer Schere durch. Die Hülle schützt die empfindliche Frucht vor Beschädigungen und verlängert die Haltbarkeit. Sammle auch die heruntergefallenen Früchte vom Boden auf. Kontrolliere diese aber genauer auf Druckstellen oder Fäulnis. Am besten erntest du an einem trockenen Tag, damit die Früchte nicht feucht eingelagert werden.
Mehrmals ernten für mehr Ertrag
Physalis reifen nicht alle gleichzeitig. Die Pflanze bildet über mehrere Wochen hinweg immer neue Blüten und Früchte. Deshalb solltest du regelmäßig ernten. Gehe alle paar Tage durch deinen Garten und sammle die reifen Früchte ein. Durch das regelmäßige Pflücken regst du die Pflanze an, weitere Früchte zu bilden. So verlängerst du die Erntezeit und erhöhst deinen Gesamtertrag. Lass keine überreifen Früchte an der Pflanze hängen, denn das kostet unnötig Energie.
Physalis vor dem ersten Frost retten
Physalis vertragen keinen Frost. Sobald die ersten Nachtfröste angekündigt werden, solltest du handeln. Ernte alle Früchte ab, auch die noch nicht ganz reifen. Grüne Physalis kannst du bei Zimmertemperatur nachreifen lassen. Lege sie dafür an einen warmen und hellen Ort. Alternativ kannst du die gesamte Pflanze ausgraben und in einen Kübel setzen. Im hellen Keller oder Wintergarten reifen die Früchte dann in Ruhe nach. So rettest du auch die späten Früchte vor dem Kältetod.
So lagerst du Physalis richtig
Frisch geerntete Physalis halten sich erstaunlich lange. Lass die Früchte in ihrer Hülle und lagere sie kühl und trocken. Im Kühlschrank bleiben sie mehrere Wochen frisch. Bei Zimmertemperatur solltest du sie innerhalb von ein bis zwei Wochen verbrauchen. Die papierartige Hülle schützt vor Austrocknung und Druckstellen. Wasche die Früchte erst kurz vor dem Verzehr. Feuchtigkeit verkürzt die Haltbarkeit und kann zu Schimmel führen.
Physalis haltbar machen
Wenn du eine reiche Ernte hast, kannst du Physalis auch konservieren. Die Früchte lassen sich gut einfrieren. Wasche sie vorher und entferne die Hülle. Auf einem Blech vorgefroren und dann in Beutel gefüllt, kleben sie nicht zusammen. Du kannst aus Physalis auch Marmelade oder Kompott kochen. Der süß-säuerliche Geschmack passt hervorragend zu anderen Früchten. Getrocknete Physalis sind ebenfalls lecker und halten sich monatelang.
Samen für das nächste Jahr gewinnen
Aus deinen eigenen Physalis kannst du Samen für die nächste Saison gewinnen. Wähle dafür besonders schöne und reife Früchte aus. Schneide sie auf und kratze die kleinen Samen heraus. Spüle sie in einem Sieb unter Wasser ab und entferne das Fruchtfleisch. Lass die Samen auf einem Küchentuch vollständig trocknen. Bewahre sie anschließend in einem Papiertütchen an einem kühlen und trockenen Ort auf. Im nächsten Frühjahr kannst du sie wieder aussäen.
Typische Fehler bei der Ernte vermeiden
Ein häufiger Fehler ist das zu frühe Ernten. Unreife Physalis schmecken nicht und reifen nach dem Pflücken kaum noch nach. Warte also wirklich, bis die Hülle trocken und bräunlich ist. Ein weiterer Fehler ist das Entfernen der Hülle direkt nach der Ernte. Lass sie dran, denn sie schützt die Frucht. Achte auch darauf, die Pflanzen beim Ernten nicht zu beschädigen. Grobe Behandlung kann Triebe abbrechen und den weiteren Ertrag schmälern.
Physalis im Topf ernten
Auch auf dem Balkon kannst du Physalis anbauen und ernten. Die Pflanzen wachsen gut in großen Kübeln mit mindestens 20 Litern Volumen. Die Ernte funktioniert genauso wie im Garten. Kontrolliere Topfpflanzen regelmäßig auf reife Früchte. Der Vorteil auf dem Balkon: Du kannst die Pflanze bei Frostgefahr einfach ins Haus holen. So verlängerst du die Erntezeit und genießt noch länger frische Physalis aus eigenem Anbau.