Was du über die neue E-Auto-Prämie 2026 wissen musst
Die Bundesregierung hat im Oktober 2025 beschlossen, ein neues Förderprogramm für Elektroautos aufzulegen. Nach dem überraschenden Ende der alten Förderung im Dezember 2023 soll nun wieder eine staatliche Kaufprämie kommen. Das Ziel ist klar: Mehr Menschen sollen sich ein Elektroauto leisten können. Besonders Haushalte mit mittlerem und niedrigem Einkommen stehen im Fokus. Das Bundesumweltministerium arbeitet derzeit an den Details. Die Förderung soll schnellstmöglich im Jahr 2026 starten.
Wie hoch fällt die neue Förderung aus
Die Basisförderung für rein batterieelektrische Fahrzeuge soll bei 3.000 Euro liegen. Familien mit Kindern bekommen mehr. Pro Kind erhöht sich die Prämie um 500 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern kann also bis zu 4.000 Euro Zuschuss erhalten. Bei drei oder mehr Kindern sind sogar bis zu 5.000 Euro möglich. Die genaue Höhe hängt von der Haushaltssituation ab. Damit will die Regierung gezielt Familien beim Umstieg auf klimafreundliche Mobilität unterstützen.
Wer kann die Förderung beantragen
Nicht jeder kommt für die neue Prämie in Frage. Es gibt eine Einkommensgrenze. Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von bis zu 80.000 Euro sind antragsberechtigt. Diese Grenze entspricht dem Median der Neuwagenverkäufer in Deutschland. Etwa die Hälfte aller privaten Neuwagenkäufer liegt unter diesem Wert. Für Familien mit Kindern steigt die Einkommensgrenze. Pro Kind erhöht sie sich um 5.000 Euro. Eine Familie mit zwei Kindern darf also bis zu 90.000 Euro verdienen und trotzdem die Förderung erhalten.
Welche Fahrzeuge werden gefördert
Die Förderung gilt für Neuwagen und neu geleaste Fahrzeuge. Gebrauchte Elektroautos sind nicht förderfähig. Das Fahrzeug muss erstmals in Deutschland zugelassen werden. Es muss sich um ein Fahrzeug der EU-Klasse M1 handeln, also einen Personenkraftwagen. Der Netto-Listenpreis darf maximal 45.000 Euro betragen. Das entspricht einem Bruttopreis von etwa 53.550 Euro. Rein batterieelektrische Fahrzeuge werden auf jeden Fall gefördert. Ob auch Plug-in-Hybride in die Förderung aufgenommen werden, wird noch geklärt.
Wo und wie du den Antrag stellst
Die Abwicklung läuft über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA. Das kennen viele noch von der alten Umweltprämie. Der Antrag wird nach der Zulassung des Fahrzeugs gestellt. Du kaufst oder least also zuerst dein Elektroauto und beantragst dann die Prämie. Für den Antrag brauchst du verschiedene Unterlagen. Dazu gehören der Kaufvertrag oder Leasingvertrag, die Zulassungsbescheinigung und ein Einkommensnachweis. Ein digitales Antragsportal soll auf der Website des BAFA zur Verfügung stehen.
Wann die Förderung startet
Der geplante Start ist das Jahr 2026. Ein genaues Datum steht noch nicht fest. Die Ausgestaltung des Programms wird gerade finalisiert. Außerdem muss die Europäische Kommission die Förderung beihilferechtlich genehmigen. Das ist ein notwendiger Schritt bei staatlichen Subventionen. Ob Anträge direkt am 1. Januar 2026 gestellt werden können, ist daher noch fraglich. Wer von der Prämie profitieren möchte, sollte die Entwicklung aufmerksam verfolgen und sich etwas gedulden.
Keine Förderung für Gebrauchtwagen
Anfangs wurde auch über eine Förderung für gebrauchte Elektroautos diskutiert. Diese Idee wurde jedoch nicht umgesetzt. Die neue Kaufprämie gilt ausschließlich für Neuwagen. Das Bundesumweltministerium prüft zwar Vorschläge für Gebrauchtwagen, aber diese sind kein Bestandteil des 2026 startenden Programms. Wer ein gebrauchtes Elektroauto kaufen möchte, muss also ohne staatliche Unterstützung auskommen. Für viele Interessenten ist das eine verpasste Chance, denn der Gebrauchtwagenmarkt für Elektroautos wächst stetig.
Mindesthaltedauer beachten
Wie bei früheren Förderprogrammen wird es auch diesmal eine Mindesthaltedauer geben. Du darfst das geförderte Fahrzeug also nicht sofort wieder verkaufen. Die genaue Dauer steht noch nicht fest. Bei der alten Förderung lag sie bei sechs Monaten für Kauf und bei unterschiedlichen Zeiträumen für Leasing. Diese Regelung soll Missbrauch verhindern. Wer das Fahrzeug vor Ablauf der Frist verkauft, muss die Prämie möglicherweise zurückzahlen. Die Details werden noch vom Bundesumweltministerium bekannt gegeben.
So nutzt du die Prämie optimal
Die Förderung bietet verschiedene Möglichkeiten zur Nutzung. Beim Leasing kannst du die Prämie als Anzahlung verwenden. Das senkt deine monatliche Rate deutlich. Statt 1.000 Euro Anzahlung kannst du mit der Prämie 4.000 Euro oder mehr anzahlen. Das macht einen spürbaren Unterschied bei den monatlichen Kosten. Beim Kauf reduziert die Prämie einfach den Gesamtpreis. Überlege dir vorher, welche Variante für deine finanzielle Situation am besten passt. Ein Vergleich verschiedener Angebote lohnt sich in jedem Fall.
Was du jetzt schon tun kannst
Auch wenn die Förderung noch nicht gestartet ist, kannst du dich vorbereiten. Informiere dich über verschiedene Elektroauto-Modelle, die unter der Preisgrenze von 45.000 Euro liegen. Viele Hersteller bieten attraktive Fahrzeuge in diesem Segment an. Prüfe dein Haushaltseinkommen und ob du die Voraussetzungen erfüllst. Sammle schon jetzt die nötigen Unterlagen wie Einkommensnachweise. So bist du bereit, wenn das Programm startet. Die neue E-Auto-Prämie kann der entscheidende Anstoß sein, auf elektrische Mobilität umzusteigen.