Wie ein Mückenstich aussieht

Mückenstiche erkennst du an ihrer typischen Form. Es bildet sich eine runde, leicht erhabene Quaddel, die meist hellrot bis rosa gefärbt ist. In der Mitte siehst du oft einen kleinen Einstichpunkt. Die Schwellung kann je nach Reaktion deines Körpers unterschiedlich groß ausfallen. Manche Menschen reagieren stärker als andere. Die Stiche erscheinen einzeln und verteilt über den Körper, je nachdem welche Hautstellen während des Schlafs unbedeckt waren.

Das typische Erscheinungsbild von Bettwanzenbissen

Bettwanzenbisse sehen anders aus als Mückenstiche. Sie sind oft flacher und erscheinen in charakteristischen Reihen oder Gruppen. Fachleute sprechen von der sogenannten Wanzenstraße. Die Bisse liegen dicht beieinander, weil die Wanze mehrfach zusticht, um ein geeignetes Blutgefäß zu finden. Die Rötungen sind meist dunkler als bei Mückenstichen und können einen leicht geschwollenen Rand haben.

Wo die Stiche auftreten

Mücken stechen bevorzugt an unbedeckten Körperstellen. Arme, Beine, Gesicht und Nacken sind häufig betroffen. Die Stiche verteilen sich zufällig über diese Bereiche. Bettwanzen hingegen beißen oft an Stellen, die nachts mit der Matratze oder Bettwäsche in Kontakt kommen. Rücken, Schultern, Arme und Beine sind typische Stellen. Auch der Hals und das Gesicht können betroffen sein, wenn du auf dem Bauch schläfst.

Der Juckreiz im Vergleich

Beide Arten von Stichen jucken, aber es gibt Unterschiede. Mückenstiche jucken meist sofort oder kurz nach dem Stich. Der Juckreiz ist intensiv, lässt aber nach einigen Stunden nach. Bei Bettwanzenbissen setzt der Juckreiz oft verzögert ein, manchmal erst nach Stunden oder sogar Tagen. Das liegt daran, dass die Wanzen ein betäubendes Sekret injizieren. Der Juckreiz bei Bettwanzenbissen hält oft länger an und kann sehr hartnäckig sein.

Wann die Stiche auftreten

Mücken sind vor allem in den warmen Monaten aktiv. Sie stechen bevorzugt in der Dämmerung und nachts, können aber auch tagsüber zuschlagen. Wenn du im Winter plötzlich Stiche bemerkst, sind Mücken eher unwahrscheinlich. Bettwanzen sind das ganze Jahr über aktiv und ausschließlich nachtaktiv. Sie kommen aus ihren Verstecken, wenn du schläfst und dich nicht bewegst. Neue Stiche jeden Morgen sind ein starkes Indiz für Bettwanzen.

Weitere Anzeichen für Bettwanzen

Neben den Bissen gibt es andere Hinweise auf einen Bettwanzenbefall. Untersuche deine Matratze, besonders die Nähte und Falten. Kleine schwarze Punkte sind Kotspuren der Wanzen. Du kannst auch winzige Blutflecken auf dem Laken finden, wenn du eine vollgesogene Wanze im Schlaf zerdrückt hast. Bei starkem Befall bemerkst du einen süßlichen, unangenehmen Geruch. Die Wanzen selbst sind flach, oval und etwa so groß wie ein Apfelkern.

Wie du Mückenstiche behandelst

Mückenstiche heilen in der Regel von selbst ab. Kühle die betroffene Stelle mit einem Kühlpack oder einem feuchten Tuch. Das lindert den Juckreiz und die Schwellung. Kratze nicht an den Stichen, auch wenn es schwerfällt. Aufgekratzte Stiche können sich entzünden. Antihistaminika als Gel oder Creme helfen gegen den Juckreiz. Bei starken Reaktionen kann auch eine Tablette sinnvoll sein. Nach wenigen Tagen sind Mückenstiche meist verschwunden.

Bettwanzenbisse richtig versorgen

Auch Bettwanzenbisse heilen ohne Behandlung ab, brauchen aber oft länger. Reinige die betroffenen Stellen mit Wasser und Seife. Kühlende Gele oder Cremes mit Hydrocortison lindern den Juckreiz. Vermeide Kratzen, um Infektionen zu verhindern. Wenn sich die Bisse entzünden oder du allergische Reaktionen bemerkst, solltest du einen Arzt aufsuchen. Die eigentliche Herausforderung ist jedoch die Bekämpfung der Wanzen selbst.

Was du bei Bettwanzenverdacht tun solltest

Wenn du Bettwanzen vermutest, handle schnell. Untersuche dein Bett gründlich, auch den Lattenrost und das Kopfteil. Schaue hinter Bilderrahmen, in Steckdosen und Ritzen in der Nähe des Bettes. Bettwanzen verstecken sich tagsüber in dunklen Spalten. Wasche deine Bettwäsche bei mindestens 60 Grad und trockne sie heiß im Trockner. Bei einem bestätigten Befall solltest du einen professionellen Schädlingsbekämpfer rufen. Bettwanzen loszuwerden ist schwierig und erfordert meist mehrere Behandlungen.

Vorbeugen ist besser als behandeln

Gegen Mücken helfen Fliegengitter an Fenstern und Mückensprays. Vermeide stehendes Wasser in der Nähe deines Hauses, denn dort brüten Mücken. Bettwanzen kannst du dir leicht im Urlaub einfangen. Untersuche Hotelbetten vor dem Schlafen und stelle deinen Koffer nicht auf den Boden. Nach der Reise wasche deine Kleidung heiß und überprüfe dein Gepäck. Gebrauchte Möbel solltest du vor dem Kauf gründlich inspizieren.

Wann du zum Arzt gehen solltest

In den meisten Fällen sind weder Mückenstiche noch Bettwanzenbisse gefährlich. Bei starken allergischen Reaktionen, großflächigen Schwellungen oder Anzeichen einer Infektion solltest du jedoch einen Arzt aufsuchen. Fieber, Eiter oder sich ausbreitende Rötungen sind Warnsignale. Menschen mit geschwächtem Immunsystem sollten bei unklaren Hautreaktionen ebenfalls ärztlichen Rat einholen.

05e56bd3261c4c09bb1f48c73564311a