Warum Quarkwickel bei Kniebeschwerden helfen können
Quarkwickel gehören zu den ältesten Hausmitteln überhaupt. Schon unsere Großmütter haben bei schmerzenden Knien zum Quark gegriffen. Das Prinzip ist einfach und die Anwendung unkompliziert. Der kühle Quark wirkt angenehm auf die betroffene Stelle und kann bei verschiedenen Beschwerden Linderung verschaffen. Besonders bei Schwellungen, Prellungen oder Entzündungen im Kniebereich greifen viele Menschen zu diesem natürlichen Mittel.
Was du für einen Quarkwickel brauchst
Die Zutaten für einen Quarkwickel hast du wahrscheinlich schon zu Hause. Du benötigst etwa 250 bis 500 Gramm Magerquark aus dem Kühlschrank. Dazu brauchst du ein sauberes Baumwolltuch oder eine dünne Mullbinde. Ein zweites Tuch oder eine elastische Binde zum Fixieren ist ebenfalls hilfreich. Magerquark eignet sich besser als Sahnequark, weil er eine festere Konsistenz hat und nicht so schnell verläuft.
So bereitest du den Quarkwickel vor
Nimm den Quark aus dem Kühlschrank und streiche ihn etwa fingerdick auf das Baumwolltuch. Die Schicht sollte gleichmäßig sein und die gesamte Fläche bedecken, die später auf dem Knie liegen soll. Lass den Quark nicht zu lange bei Zimmertemperatur stehen. Die kühlende Wirkung ist ein wichtiger Teil der Anwendung. Schlage die Ränder des Tuchs ein, damit der Quark nicht herausquellen kann.
Die richtige Anwendung am Knie
Lege den vorbereiteten Wickel mit der Quarkseite direkt auf dein Knie. Der Quark sollte Hautkontakt haben, damit er seine Wirkung entfalten kann. Fixiere den Wickel mit einer elastischen Binde oder einem zweiten Tuch. Achte darauf, dass der Wickel fest sitzt, aber nicht einschnürt. Du solltest dich während der Anwendung hinsetzen oder hinlegen. So kann der Wickel optimal wirken und verrutscht nicht.
Wie lange sollte der Wickel draufbleiben
Ein Quarkwickel sollte etwa 20 bis 40 Minuten auf dem Knie bleiben. Du merkst selbst, wann der Quark seine kühlende Wirkung verliert. Er wird dann trocken und bröckelig. Spätestens dann solltest du den Wickel abnehmen. Bei akuten Beschwerden kannst du die Anwendung zwei- bis dreimal täglich wiederholen. Zwischen den Anwendungen solltest du deinem Knie aber auch Ruhepausen gönnen.
Wann Quarkwickel besonders sinnvoll sind
Quarkwickel eignen sich bei verschiedenen Kniebeschwerden. Bei Schwellungen nach einer Überbelastung kann die kühlende Wirkung angenehm sein. Auch bei Prellungen oder nach sportlichen Aktivitäten greifen viele Menschen zu diesem Hausmittel. Bei Arthrose im Knie berichten einige Betroffene von einer wohltuenden Wirkung. Der Wickel kann auch nach einer Knie-OP zur Unterstützung eingesetzt werden, wenn der Arzt grünes Licht gibt.
Worauf du achten solltest
Verwende immer frischen Quark für jeden neuen Wickel. Einmal benutzter Quark gehört in den Müll. Achte darauf, dass deine Haut sauber und unverletzt ist. Bei offenen Wunden solltest du keinen Quarkwickel anlegen. Wenn du eine Milcheiweißallergie hast, ist dieses Hausmittel nicht geeignet. Bei sehr starken Schmerzen oder wenn die Beschwerden länger anhalten, solltest du einen Arzt aufsuchen.
Warme oder kalte Anwendung
In den meisten Fällen wird der Quarkwickel kalt angewendet. Der Quark kommt direkt aus dem Kühlschrank und entfaltet so seine kühlende Wirkung. Bei chronischen Beschwerden kann manchmal auch ein Wickel mit Quark auf Zimmertemperatur angenehm sein. Probiere aus, was dir besser hilft. Bei akuten Entzündungen oder frischen Verletzungen ist die kalte Variante in der Regel die bessere Wahl.
Alternativen zum klassischen Quarkwickel
Wenn du keinen Quark im Haus hast, kannst du auch Joghurt verwenden. Die Wirkung ist ähnlich, allerdings ist Joghurt flüssiger und schwieriger zu handhaben. Manche Menschen mischen dem Quark etwas Heilerde bei. Auch Kohlwickel sind ein traditionelles Hausmittel bei Kniebeschwerden. Letztendlich musst du selbst herausfinden, welches Hausmittel dir am besten hilft.
So unterstützt du die Wirkung des Quarkwickels
Gönne deinem Knie während der Anwendung Ruhe. Lege das Bein am besten hoch. Nach dem Abnehmen des Wickels kannst du die Haut sanft mit lauwarmem Wasser reinigen. Trage anschließend eine pflegende Creme auf, wenn sich die Haut trocken anfühlt. Kombiniere den Quarkwickel mit ausreichend Schonung und vermeide belastende Bewegungen. So gibst du deinem Knie die beste Chance, sich zu erholen.