Welche Inhaltsstoffe die Brennnessel so wertvoll machen

Die Brennnessel steckt voller Nährstoffe. Sie enthält Eisen, Kalzium, Magnesium und Kalium in beachtlichen Mengen. Dazu kommen die Vitamine A, C und K sowie verschiedene B-Vitamine. Flavonoide und andere sekundäre Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und schützen deine Zellen. Der hohe Eisengehalt macht die Brennnessel besonders interessant für Menschen mit niedrigen Eisenwerten. All diese Stoffe gehen beim Aufbrühen in den Tee über.

Brennnesseltee unterstützt die Entwässerung

Eine der bekanntesten Wirkungen von Brennnesseltee ist seine entwässernde Eigenschaft. Er regt die Nierentätigkeit an und fördert die Ausscheidung von Wasser. Das kann bei leichten Wassereinlagerungen helfen und wird traditionell zur Durchspülung der Harnwege eingesetzt. Bei Blasenentzündungen unterstützt der Tee die Heilung, indem er Bakterien ausschwemmt. Trinke bei einer Durchspülungstherapie zusätzlich viel Wasser.

Positive Wirkung auf Haut und Haare

Brennnesseltee kann dein Hautbild verbessern. Die enthaltenen Antioxidantien bekämpfen freie Radikale und unterstützen die Zellerneuerung. Bei unreiner Haut wirkt der Tee von innen heraus reinigend. Auch für die Haare ist die Brennnessel ein Geheimtipp. Die Nährstoffe stärken die Haarwurzeln und können Haarausfall entgegenwirken. Manche Menschen spülen ihre Haare zusätzlich mit abgekühltem Brennnesseltee.

Hilfe bei Gelenkbeschwerden

In der Volksmedizin wird Brennnesseltee seit Langem bei Rheuma und Arthrose eingesetzt. Die entzündungshemmenden Eigenschaften können Gelenkschmerzen lindern. Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Inhaltsstoffe der Brennnessel Entzündungsprozesse im Körper hemmen. Der Tee ersetzt keine ärztliche Behandlung, kann aber als unterstützende Maßnahme sinnvoll sein. Bei chronischen Beschwerden sprich am besten mit deinem Arzt.

Brennnesseltee und die Verdauung

Der Tee kann auch deiner Verdauung guttun. Er regt die Produktion von Verdauungssäften an und unterstützt die Leber bei ihrer Entgiftungsarbeit. Nach üppigen Mahlzeiten kann eine Tasse Brennnesseltee das Völlegefühl lindern. Auch bei leichten Magen-Darm-Beschwerden wird er traditionell eingesetzt. Die Bitterstoffe in der Pflanze fördern die Fettverdauung und können Blähungen reduzieren.

Wann du Brennnesseln am besten sammelst

Wenn du frische Brennnesseln für deinen Tee verwenden möchtest, ist der richtige Zeitpunkt wichtig. Die jungen Triebe im Frühjahr sind besonders zart und aromatisch. Sammle die oberen Blattpaare, sie enthalten die meisten Wirkstoffe. Trage dabei Handschuhe, um das Brennen zu vermeiden. Wähle Standorte abseits von Straßen und gespritzten Feldern. Ein sonniger Vormittag nach dem Abtrocknen des Taus ist ideal.

Brennnesseln richtig trocknen

Für einen Vorrat an Brennnesseltee kannst du die Blätter trocknen. Binde die Stängel zu kleinen Sträußen und hänge sie kopfüber an einem luftigen, schattigen Ort auf. Nach etwa zwei Wochen sind die Blätter vollständig getrocknet und rascheln beim Anfassen. Alternativ kannst du die Blätter auf einem Gitter ausbreiten und regelmäßig wenden. Im Backofen bei niedriger Temperatur geht es schneller, aber schonender ist die Lufttrocknung.

So bereitest du Brennnesseltee zu

Die Zubereitung ist denkbar einfach. Für eine Tasse nimmst du etwa zwei Teelöffel getrocknete Blätter oder eine Handvoll frische Blätter. Übergieße sie mit kochendem Wasser und lasse den Tee fünf bis zehn Minuten ziehen. Je länger die Ziehzeit, desto intensiver der Geschmack und desto mehr Wirkstoffe lösen sich. Seihe die Blätter ab und genieße den Tee warm. Du kannst ihn auch kalt trinken.

Den Geschmack verfeinern

Purer Brennnesseltee schmeckt leicht grasig und erdig. Nicht jeder mag diesen Geschmack auf Anhieb. Ein Spritzer Zitronensaft bringt Frische und verstärkt die Eisenaufnahme. Honig oder Agavendicksaft mildern den herben Geschmack. Du kannst Brennnesselblätter auch mit anderen Kräutern mischen. Pfefferminze, Zitronenmelisse oder Ingwer ergänzen sich gut und machen den Tee abwechslungsreicher.

Wie viel Brennnesseltee du trinken solltest

Zwei bis drei Tassen täglich sind ein guter Richtwert. Bei einer gezielten Durchspülungstherapie kann es auch mehr sein, dann solltest du aber auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr insgesamt achten. Trinke den Tee nicht über Wochen hinweg in großen Mengen, sondern mache zwischendurch Pausen. So vermeidest du eine Überlastung der Nieren und gibst deinem Körper Zeit zur Regeneration.

Wer bei Brennnesseltee vorsichtig sein sollte

Trotz aller Vorteile ist Brennnesseltee nicht für jeden geeignet. Schwangere sollten ihn meiden, da er die Gebärmutter stimulieren kann. Menschen mit Herzproblemen oder Nierenerkrankungen sprechen besser vorher mit ihrem Arzt. Auch bei der Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten ist Vorsicht geboten, da Vitamin K die Wirkung beeinflussen kann. Bei bekannten Allergien gegen Brennnesseln verzichte natürlich ebenfalls auf den Tee.

Brennnesseltee kaufen oder selbst machen

Du bekommst getrocknete Brennnesselblätter in Apotheken, Reformhäusern und gut sortierten Supermärkten. Achte auf Bioqualität, um Pestizidrückstände zu vermeiden. Selbst gesammelte und getrocknete Brennnesseln sind jedoch die frischeste und günstigste Option. Du weißt genau, woher sie kommen, und kannst die Qualität selbst kontrollieren. Ein Glas mit getrockneten Brennnesselblättern hält sich dunkel und trocken gelagert etwa ein Jahr.