Dill gehört zu den beliebtesten Küchenkräutern. Sein frisches, leicht süßliches Aroma passt perfekt zu Fisch, Gurken und Salaten. Leider welkt das zarte Kraut schnell und verliert dabei sein typisches Aroma. Wenn du im Sommer mehr Dill erntest, als du verbrauchen kannst, lohnt sich das Haltbarmachen. Mit den richtigen Methoden schmeckt dein Dill auch im Winter noch wie frisch aus dem Garten.

Wann du Dill am besten erntest

Der richtige Erntezeitpunkt entscheidet über das Aroma. Ernte Dill am besten morgens, nachdem der Tau getrocknet ist. Zu diesem Zeitpunkt ist der Gehalt an ätherischen Ölen am höchsten. Schneide die Stängel kurz über dem Boden ab oder zupfe einzelne Zweige. Verarbeite das Kraut möglichst schnell nach der Ernte. Je länger Dill liegt, desto mehr Aroma geht verloren.

Dill richtig vorbereiten

Vor dem Haltbarmachen solltest du den Dill gründlich waschen. Lege die Zweige in eine Schüssel mit kaltem Wasser und schwenke sie vorsichtig. So lösen sich Erde und kleine Insekten. Schüttle das Wasser ab und tupfe den Dill mit einem sauberen Küchentuch trocken. Nasser Dill schimmelt beim Trocknen und wird beim Einfrieren matschig. Nimm dir Zeit für diesen Schritt.

Einfrieren ist die beste Methode

Wenn du das Aroma möglichst vollständig erhalten willst, ist Einfrieren die erste Wahl. Die Kälte stoppt den Abbau der ätherischen Öle und bewahrt den frischen Geschmack. Eingefrorener Dill hält sich etwa sechs bis acht Monate im Gefrierfach. Er eignet sich perfekt für warme Gerichte, Saucen und Suppen. Auch für Gurkensalat oder Tzatziki kannst du ihn verwenden.

Dill in Portionen einfrieren

Hacke den gewaschenen und getrockneten Dill fein. Verteile ihn in Eiswürfelformen und fülle die Fächer mit etwas Wasser oder Olivenöl auf. Stelle die Formen ins Gefrierfach. Sobald die Würfel durchgefroren sind, kannst du sie in einen Gefrierbeutel umfüllen. So hast du immer portionsgerechte Mengen griffbereit. Ein Würfel entspricht etwa einem Esslöffel frischem Dill.

Ganze Zweige einfrieren

Du kannst Dill auch als ganze Zweige einfrieren. Lege die vorbereiteten Stängel nebeneinander auf ein Backblech und friere sie vor. Nach etwa zwei Stunden sind sie fest genug, um sie in einen Gefrierbeutel zu geben. Durch das Vorfrieren kleben die Zweige nicht zusammen und du kannst später einzelne Stängel entnehmen. Diese Methode spart Zeit bei der Vorbereitung.

Dill an der Luft trocknen

Trocknen ist die traditionelle Methode zur Haltbarmachung. Binde mehrere Dillstängel zu kleinen Sträußen zusammen und hänge sie kopfüber an einem warmen, trockenen Ort auf. Der Raum sollte gut belüftet sein und kein direktes Sonnenlicht abbekommen. Nach etwa zwei Wochen ist der Dill vollständig getrocknet. Die Blättchen rascheln dann beim Anfassen und lassen sich leicht von den Stielen lösen.

Trocknen im Backofen

Wenn es schneller gehen soll, kannst du den Backofen nutzen. Verteile die Dillzweige auf einem mit Backpapier ausgelegten Blech. Stelle den Ofen auf die niedrigste Stufe, idealerweise unter 50 Grad. Lasse die Ofentür einen Spalt offen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Nach zwei bis vier Stunden ist der Dill trocken. Prüfe regelmäßig, damit er nicht verbrennt.

Der Dörrautomat als Alternative

Ein Dörrautomat trocknet Kräuter besonders schonend. Stelle eine niedrige Temperatur zwischen 35 und 40 Grad ein. Verteile den Dill gleichmäßig auf den Gittern und lasse das Gerät mehrere Stunden laufen. Die genaue Zeit hängt vom Gerät und der Menge ab. Der Vorteil gegenüber dem Backofen ist die konstante Temperatur und bessere Luftzirkulation.

Warum getrockneter Dill weniger aromatisch ist

Beim Trocknen gehen leider viele ätherische Öle verloren. Das Aroma von getrocknetem Dill ist deutlich schwächer als das von frischem oder gefrorenem. Trotzdem hat getrockneter Dill seinen Platz in der Küche. Er eignet sich gut für Gewürzmischungen, Brotteige und Gerichte mit langer Garzeit. Verwende etwa die dreifache Menge im Vergleich zu frischem Dill.

Getrockneten Dill richtig lagern

Bewahre getrockneten Dill in einem luftdichten Behälter auf. Gläser mit Schraubdeckel oder Dosen mit Gummidichtung sind ideal. Lagere das Gewürz dunkel und kühl, aber nicht im Kühlschrank. Licht und Wärme beschleunigen den Aromaabbau. Beschrifte den Behälter mit dem Datum. Getrockneter Dill hält sich etwa ein Jahr, verliert aber mit der Zeit an Geschmack.

Dill in Öl einlegen

Eine weitere Methode ist das Einlegen in Öl. Hacke frischen Dill fein und fülle ihn in ein sauberes Schraubglas. Übergieße das Kraut vollständig mit einem neutralen Pflanzenöl. Im Kühlschrank hält sich das Dillöl mehrere Wochen. Du kannst es zum Verfeinern von Salaten, Fisch oder Kartoffeln verwenden. Das Öl nimmt das Aroma auf und macht es vielseitig einsetzbar.

Dill in Salz konservieren

Auch Salz konserviert Kräuter zuverlässig. Mische feingehackten Dill mit grobem Meersalz im Verhältnis eins zu drei. Fülle die Mischung in ein Glas und drücke sie fest. Das Dillsalz hält sich mehrere Monate und eignet sich zum Würzen von Fischgerichten, Eierspeisen und Gemüse. Denke daran, beim Kochen weniger zusätzliches Salz zu verwenden.

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