Warum die richtige Düngung so wichtig ist

Hortensien gehören zu den beliebtesten Gartenpflanzen überhaupt. Ihre großen Blütenbälle in Weiß, Rosa oder Blau sind ein echter Hingucker. Doch damit sie wirklich schön blühen, brauchen sie die richtige Pflege. Ein wichtiger Teil davon ist das Düngen. Ohne die passenden Nährstoffe bleiben die Blüten klein oder die Pflanze wächst nicht richtig. In diesem Artikel erfährst du alles, was du über das Düngen von Hortensien wissen musst.

Der Standort entscheidet mit

Bevor du überhaupt ans Düngen denkst, solltest du den Standort prüfen. Hortensien mögen einen Boden, der leicht sauer ist. Der pH-Wert sollte zwischen 4,5 und 6 liegen. Ist der Boden zu kalkhaltig, kann die Pflanze die Nährstoffe nicht gut aufnehmen. Dann hilft auch der beste Dünger nichts. Du kannst den pH-Wert ganz einfach mit einem Testset aus dem Baumarkt messen. Das dauert nur ein paar Minuten und gibt dir Sicherheit.

Welcher Dünger ist der richtige?

Nicht jeder Dünger passt zu Hortensien. Universaldünger aus dem Supermarkt ist oft keine gute Wahl. Er enthält meistens viel Phosphor. Das klingt erst einmal gut, aber Hortensien vertragen das nicht so gut. Sie benötigen vor allem Stickstoff. Der sorgt für kräftiges Wachstum und satte grüne Blätter.

Am einfachsten ist es, einen speziellen Hortensiendünger zu kaufen. Der ist genau auf die Bedürfnisse der Pflanze abgestimmt. Falls du nicht für jede Pflanze einen eigenen Dünger haben möchtest, gibt es eine praktische Alternative. Dünger für Rhododendron, Azaleen oder Kamelien funktioniert auch sehr gut. Diese Pflanzen haben ähnliche Ansprüche wie Hortensien.

Wer es natürlicher mag, kann auf organische Dünger setzen. Hornspäne und Hornmehl sind echte Klassiker im Garten. Sie geben ihre Nährstoffe langsam ab und verbessern nebenbei den Boden. Auch Kaffeesatz ist ein beliebtes Hausmittel. Er enthält Stickstoff und macht den Boden leicht sauer. Perfekt für Hortensien also. Kompost aus dem eigenen Garten ist ebenfalls eine gute Option. Er ist kostenlos und gut für die Umwelt.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Düngen?

Timing ist beim Düngen wichtig. Hortensien im Garten düngst du am besten zweimal im Jahr. Das erste Mal im Frühling, wenn die Pflanze aus dem Winterschlaf erwacht. Das zweite Mal dann im Frühsommer, etwa im Juni. So hat die Pflanze ausreichend Kraft für die Blütezeit.

Bei Hortensien im Topf sieht es etwas anders aus. Sie haben weniger Erde zur Verfügung und brauchen daher öfter Nährstoffe. Von März bis August solltest du regelmäßig düngen. Ein Flüssigdünger ist hier besonders praktisch. Du gibst ihn einfach ins Gießwasser. Sobald die Pflanze voll blüht, kannst du mit dem Düngen aufhören. In dieser Phase braucht sie weniger Nährstoffe.

Das Geheimnis blauer Hortensien

Viele Menschen wünschen sich blaue Hortensien. Die Wahrheit ist aber überraschend. Es gibt eigentlich keine natürlich blauen Sorten. Die Pflanzen sind von Natur aus weiß, rosa oder rot. Die blaue Farbe entsteht durch einen Trick.

Der Boden muss dafür sehr sauer sein. Ein pH-Wert zwischen 4,0 und 4,5 ist ideal. Aber das allein reicht noch nicht. Die Pflanze braucht zusätzlich Aluminium. Erst dann können sich die Blüten blau färben. Im Gartencenter gibt es spezielles Hortensien-Blau zu kaufen. Das ist eine einfache Lösung. Du kannst aber auch Kalialaun verwenden. Ein bis zwei Esslöffel rund um die Pflanze verteilen und warten. Der nächste Regen wäscht das Mittel in den Boden. Nach einigen Wochen zeigt sich dann die blaue Farbe.

Mit wenig Aufwand zu prächtigen Blüten

Hortensien zu düngen ist nicht kompliziert. Du brauchst den richtigen Dünger und das richtige Timing. Achte auf einen sauren Boden und vermeide zu viel Phosphor. Organische Dünger sind eine umweltfreundliche und günstige Alternative. Und wenn du blaue Blüten möchtest, hilft ein bisschen Chemie nach. Mit diesen Tipps werden deine Hortensien garantiert zum Blickfang in deinem Garten.

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