Warum winterblühende Sträucher im Garten sinnvoll sind
Im Winter wirkt der Garten oft kahl und trist. Doch es gibt Sträucher, die genau in dieser Zeit ihre Blüten öffnen und für Farbtupfer sorgen. Das Besondere daran: An milden Wintertagen mit Temperaturen ab etwa 10 Grad sind durchaus einige Insekten unterwegs. Honigbienen und bestimmte Wildbienen-Arten nutzen solche Tage für kurze Ausflüge. Winterblühende Sträucher bieten ihnen dann eine wertvolle Nahrungsquelle. Außerdem blühen viele dieser Pflanzen bis ins zeitige Frühjahr hinein. Genau dann erwachen Hummeln und andere Bestäuber aus ihrer Winterruhe und finden kaum Nahrung. Mit den richtigen Sträuchern im Garten schlägst du also zwei Fliegen mit einer Klappe.
Winterjasmin bringt leuchtend gelbe Blüten
Der Winterjasmin gehört zu den bekanntesten Winterblühern überhaupt. Seine leuchtend gelben Blüten erscheinen oft schon im Dezember und halten bis in den März hinein. Der Strauch wächst überhängend und eignet sich hervorragend für Mauern oder Zäune. Er ist pflegeleicht und kommt auch mit schattigen Standorten zurecht. An sonnigen Wintertagen locken die Blüten vereinzelt Bienen an. Der Winterjasmin ist robust und übersteht auch strenge Fröste ohne Probleme.
Zaubernuss verzaubert mit filigranen Blüten
Die Zaubernuss ist ein echter Hingucker im Wintergarten. Ihre fadenförmigen Blüten in Gelb, Orange oder Rot erscheinen je nach Sorte zwischen Dezember und März. Der Duft ist angenehm und zieht an wärmeren Tagen Insekten an. Die Zaubernuss wächst langsam und wird mit den Jahren zu einem stattlichen Strauch. Sie bevorzugt einen geschützten Standort mit humosem Boden. Im Herbst begeistert sie zusätzlich mit einer intensiven Laubfärbung.
Duftschneeball verströmt süßen Duft
Der Duftschneeball öffnet seine rosa-weißen Blüten oft schon im November. Der süße Duft ist selbst an kalten Tagen wahrnehmbar und macht Spaziergänge durch den Garten zu einem Erlebnis. Die Blüten erscheinen in dichten Büscheln und halten bis zum Frühjahr. Für früh fliegende Insekten ist der Duftschneeball eine wichtige Anlaufstelle. Der Strauch wird etwa zwei bis drei Meter hoch und breit. Er ist anspruchslos und gedeiht an sonnigen bis halbschattigen Plätzen.
Mahonie bietet Nahrung für frühe Bestäuber
Die Mahonie blüht je nach Art zwischen Februar und April mit leuchtend gelben Blütentrauben. Die Blüten sind reich an Nektar und werden von Hummeln und Bienen gerne besucht. Im Sommer bildet die Mahonie dunkelblaue Beeren, die auch Vögeln schmecken. Das immergrüne Laub sorgt das ganze Jahr über für Struktur im Garten. Die Mahonie ist schattenverträglich und eignet sich gut als Unterpflanzung für größere Gehölze. Sie ist pflegeleicht und kommt mit verschiedenen Bodenarten zurecht.
Winterheide blüht in Rosa und Weiß
Die Winterheide gehört zu den zuverlässigsten Winterblühern. Ihre kleinen Blüten in Rosa, Weiß oder Rot erscheinen von Januar bis April. Für Bienen ist die Winterheide eine der ersten Nahrungsquellen im Jahr. Sie wächst niedrig und eignet sich gut für Beeteinfassungen oder Steingärten. Die Winterheide bevorzugt sonnige Standorte und durchlässigen Boden. In Gruppen gepflanzt entfaltet sie ihre volle Wirkung und bildet dichte Blütenteppiche.
Schneeheide trotzt Frost und Schnee
Die Schneeheide ist eng mit der Winterheide verwandt und blüht ebenfalls im Winter. Sie verträgt auch kalkhaltige Böden und ist damit flexibler einsetzbar. Die Blüten erscheinen in verschiedenen Rosatönen und locken an milden Tagen Insekten an. Die Schneeheide bleibt kompakt und wird nur etwa 30 Zentimeter hoch. Sie eignet sich hervorragend für Kübel auf Balkon und Terrasse. Auch bei Schnee und Frost zeigt sie ihre Blüten und bringt Farbe in den grauen Winter.
Scheinhasel blüht vor dem Laubaustrieb
Die Scheinhasel öffnet ihre gelben Blütentrauben bereits im Februar oder März. Die Blüten erscheinen noch vor den Blättern und fallen dadurch besonders auf. Der Strauch wird etwa zwei Meter hoch und wächst locker aufrecht. Für früh fliegende Hummeln und Bienen ist die Scheinhasel eine willkommene Nahrungsquelle. Sie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit humosem Boden. Im Herbst färbt sich das Laub in warmen Gelb- und Orangetönen.
Seidelbast duftet betörend
Der Seidelbast blüht zwischen Februar und April mit rosa oder weißen Blüten. Der intensive Duft ist schon von Weitem wahrnehmbar und lockt Insekten an. Die Blüten sitzen direkt am Holz und erscheinen vor dem Laubaustrieb. Der Seidelbast wächst langsam und bleibt relativ kompakt. Er bevorzugt halbschattige Standorte mit frischem Boden. Wichtig zu wissen: Alle Pflanzenteile sind giftig und sollten nicht in Reichweite von Kindern gepflanzt werden.
Winterblüte überrascht mit Vanilleduft
Die Winterblüte ist noch ein Geheimtipp unter den Winterblühern. Ihre unscheinbaren gelblichen Blüten verströmen einen intensiven Vanilleduft. Die Blütezeit liegt zwischen Dezember und Februar. Der Strauch wird mit den Jahren bis zu drei Meter hoch und breit. Er bevorzugt einen geschützten Standort, da er in sehr kalten Wintern etwas empfindlich reagieren kann. An milden Tagen besuchen vereinzelt Insekten die duftenden Blüten.
So pflanzt du winterblühende Sträucher richtig
Der beste Zeitpunkt zum Pflanzen ist der Herbst oder das zeitige Frühjahr. Wähle einen Standort, der zu den Ansprüchen des jeweiligen Strauchs passt. Die meisten Winterblüher mögen einen geschützten Platz, an dem sie vor kalten Ostwinden sicher sind. Lockere den Boden vor dem Pflanzen gut auf und arbeite bei Bedarf Kompost ein. Nach dem Pflanzen gründlich wässern und in den ersten Wochen regelmäßig gießen. Mit der richtigen Pflege wirst du viele Jahre Freude an deinen winterblühenden Sträuchern haben und gleichzeitig frühen Insekten etwas Gutes tun.