Der Badteppich hat keinen leichten Job. Jeden Tag nimmt er Feuchtigkeit auf, wenn du aus der Dusche oder Badewanne steigst. In der warmen und feuchten Umgebung des Badezimmers fühlen sich Bakterien und Schimmelpilze besonders wohl. Hautschuppen, Haare und Seifenreste sammeln sich in den Fasern. Ohne regelmäßige Reinigung wird der Badteppich schnell zur Keimschleuder. Dabei ist das Waschen gar nicht kompliziert, wenn du ein paar Dinge beachtest.

Wie oft sollte der Badteppich gewaschen werden

Die Häufigkeit hängt davon ab, wie intensiv der Teppich genutzt wird. In einem Haushalt mit mehreren Personen solltest du den Badteppich alle ein bis zwei Wochen waschen. Bei Einzelpersonen reicht oft ein Waschgang alle zwei bis drei Wochen. Wichtig ist, den Teppich zwischen den Wäschen gut trocknen zu lassen. Hänge ihn nach dem Duschen über den Badewannenrand oder einen Wäscheständer. So kann die Feuchtigkeit entweichen und Schimmelbildung wird verhindert.

Das Pflegeetikett verrät die richtige Behandlung

Bevor du den Badteppich in die Waschmaschine steckst, wirf einen Blick auf das Pflegeetikett. Dort findest du wichtige Informationen zur maximalen Waschtemperatur und ob der Teppich überhaupt maschinenwaschbar ist. Die meisten Badteppiche aus Baumwolle oder Mikrofaser vertragen Temperaturen von 40 bis 60 Grad. Teppiche mit Gummierung auf der Unterseite sind oft empfindlicher. Sie sollten meist nur bei 30 Grad gewaschen werden, damit die Beschichtung nicht beschädigt wird.

Die richtige Waschtemperatur wählen

Für eine hygienische Reinigung ist die Temperatur entscheidend. Bei 60 Grad werden die meisten Bakterien und Keime abgetötet. Das ist besonders wichtig, wenn jemand im Haushalt krank war oder der Teppich muffig riecht. Allerdings vertragen nicht alle Materialien diese Temperatur. Baumwollteppiche ohne Gummierung sind meist unproblematisch. Bei Teppichen mit rutschfester Unterseite oder aus empfindlichen Materialien bleibe lieber bei 30 oder 40 Grad. Ein Hygienespüler kann dann zusätzlich für Sauberkeit sorgen.

Das passende Waschmittel verwenden

Für Badteppiche eignet sich normales Vollwaschmittel am besten. Es enthält Bleichmittel und Enzyme, die Flecken und Gerüche effektiv entfernen. Bei farbigen Teppichen greifst du besser zu Colorwaschmittel, um ein Ausbleichen zu verhindern. Verzichte auf Weichspüler. Er legt sich wie ein Film über die Fasern und verringert die Saugfähigkeit des Teppichs. Außerdem kann Weichspüler die Gummierung auf der Unterseite angreifen und sie brüchig machen.

Den Badteppich richtig in die Maschine geben

Wasche den Badteppich am besten allein oder nur mit ähnlichen Textilien wie Handtüchern. So vermeidest du, dass sich Flusen auf anderen Kleidungsstücken verteilen. Schüttle den Teppich vor dem Waschen gründlich aus, um lose Haare und groben Schmutz zu entfernen. Bei Teppichen mit Gummierung empfiehlt es sich, den Teppich in einen Wäschesack zu geben. Das schont sowohl den Teppich als auch die Waschmaschine. Überlade die Trommel nicht, damit der Teppich genug Platz zum Bewegen hat.

Das richtige Waschprogramm einstellen

Ein normales Baumwollprogramm ist für die meisten Badteppiche geeignet. Wähle eine moderate Schleuderzahl von etwa 800 bis 1000 Umdrehungen. Zu starkes Schleudern kann die Fasern beschädigen und bei Teppichen mit Gummierung die Beschichtung ablösen. Manche Waschmaschinen haben ein spezielles Programm für empfindliche Textilien oder Handtücher. Das ist eine gute Alternative, wenn du unsicher bist. Ein zusätzlicher Spülgang stellt sicher, dass alle Waschmittelreste entfernt werden.

Badteppiche mit Gummierung besonders behandeln

Teppiche mit rutschfester Unterseite brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit. Die Gummierung ist empfindlich gegenüber Hitze und mechanischer Belastung. Wasche diese Teppiche maximal bei 30 Grad und verzichte auf hohe Schleuderzahlen. Der Trockner ist für diese Teppiche tabu. Die Hitze würde die Gummierung zerstören. Auch häufiges Waschen setzt der Beschichtung zu. Wenn die Gummierung anfängt zu bröckeln, ist es Zeit für einen neuen Badteppich.

Den Badteppich richtig trocknen

Nach dem Waschen sollte der Badteppich möglichst schnell trocknen. Am besten hängst du ihn draußen an der frischen Luft auf. Direkte Sonneneinstrahlung kann allerdings die Farben ausbleichen. Ein schattiger Platz ist ideal. Wenn du keinen Balkon oder Garten hast, trockne den Teppich auf einem Wäscheständer in einem gut belüfteten Raum. Lege ihn flach aus oder hänge ihn über mehrere Stangen, damit er seine Form behält. Vermeide es, den nassen Teppich direkt auf den Boden zu legen.

Darf der Badteppich in den Trockner

Das hängt vom Material ab. Reine Baumwollteppiche ohne Gummierung vertragen meist den Trockner bei niedriger Temperatur. Prüfe aber vorher das Pflegeetikett. Teppiche mit Gummierung oder aus Kunstfasern gehören nicht in den Trockner. Die Hitze kann die Materialien beschädigen und die rutschfeste Beschichtung zerstören. Im Zweifelsfall trockne den Teppich lieber an der Luft. Das schont das Material und spart Energie.

Hartnäckige Flecken und Gerüche entfernen

Manchmal reicht eine normale Wäsche nicht aus. Bei hartnäckigen Flecken hilft eine Vorbehandlung mit Gallseife oder einem Fleckenentferner. Trage das Mittel auf den Fleck auf und lasse es einige Minuten einwirken. Dann wasche den Teppich wie gewohnt. Bei unangenehmen Gerüchen kann Natron Wunder wirken. Streue es vor dem Waschen großzügig auf den Teppich und lasse es über Nacht einwirken. Das Natron neutralisiert Gerüche und wird beim Waschen einfach ausgespült.

So bleibt der Badteppich lange schön

Mit der richtigen Pflege hält dein Badteppich viele Jahre. Wasche ihn regelmäßig und lasse ihn zwischen den Wäschen gut trocknen. Schüttle ihn ab und zu aus, um Staub und Haare zu entfernen. Achte auf die Pflegehinweise des Herstellers und verwende kein Weichspüler. Wenn der Teppich trotz Waschen nicht mehr richtig sauber wird oder die Gummierung bröckelt, ist es Zeit für einen Ersatz. Ein frischer Badteppich sorgt für Hygiene und ein angenehmes Gefühl unter den Füßen.

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