Chicorée kennen viele nur als Zutat im Salat. Dabei entfaltet das Gemüse erst durch das Braten sein volles Aroma. Die leichte Bitternote wird milder und es entsteht eine angenehme Karamellnote. Das Ergebnis ist ein zartes Gemüse mit goldbrauner Kruste. Du brauchst nur wenige Zutaten und etwa 15 Minuten Zeit.
Die richtige Vorbereitung des Chicorées
Bevor du mit dem Braten beginnst, solltest du den Chicorée gründlich waschen. Entferne die äußeren Blätter, wenn sie welk oder beschädigt sind. Schneide den Strunk am unteren Ende keilförmig heraus. Dieser Teil enthält besonders viele Bitterstoffe. Halbiere die Köpfe dann der Länge nach. So behalten sie beim Braten ihre Form und du bekommst eine schöne Bratfläche.
Die passende Pfanne und das richtige Fett
Verwende am besten eine beschichtete Pfanne oder eine gusseiserne Pfanne. Beide Varianten sorgen für eine gleichmäßige Hitzeverteilung. Als Fett eignet sich Butter besonders gut. Sie gibt dem Chicorée einen feinen Geschmack und unterstützt die Karamellisierung. Du kannst auch Olivenöl oder eine Mischung aus Butter und Öl nehmen. Das Öl verhindert, dass die Butter zu schnell verbrennt.
So brätst du Chicorée richtig
Erhitze die Pfanne bei mittlerer Temperatur. Gib etwa zwei Esslöffel Butter hinein und lass sie schmelzen. Lege die Chicorée-Hälften mit der Schnittfläche nach unten in die Pfanne. Brate sie etwa fünf bis sieben Minuten, ohne sie zu bewegen. Die Unterseite soll goldbraun werden. Wende die Hälften dann vorsichtig und brate sie weitere drei bis fünf Minuten. Das Gemüse ist fertig, wenn es weich ist und eine schöne Farbe hat.
Würzen und Verfeinern
Salz und Pfeffer sind die Grundlage. Würze den Chicorée erst nach dem Braten, da Salz dem Gemüse Wasser entzieht. Für eine süßliche Note kannst du einen Teelöffel Honig oder Zucker in die Pfanne geben. Das verstärkt die Karamellisierung. Auch ein Spritzer Zitronensaft passt gut und gleicht die Bitterstoffe aus. Frische Kräuter wie Thymian oder Rosmarin runden den Geschmack ab.
Leckere Varianten für gebratenen Chicorée
Du kannst den gebratenen Chicorée mit Speckwürfeln kombinieren. Brate den Speck zuerst knusprig und gib dann das Gemüse dazu. Eine andere Möglichkeit ist das Überbacken mit Käse. Lege den gebratenen Chicorée in eine Auflaufform, streue geriebenen Käse darüber und schiebe alles kurz unter den Grill. Auch Walnüsse oder geröstete Pinienkerne passen hervorragend als Topping.
Wozu passt gebratener Chicorée?
Das Gemüse ist eine tolle Beilage zu Fleisch und Fisch. Es harmoniert besonders gut mit Schweinefilet, Hähnchenbrust oder gebratenem Lachs. Du kannst es auch als vegetarisches Hauptgericht servieren. Kombiniere es dann mit Kartoffelpüree oder frischem Brot. In der gehobenen Küche wird Chicorée oft mit einer Orangensoße oder Balsamico-Reduktion serviert.
Nährwerte und gesundheitliche Vorteile
Chicorée ist kalorienarm und enthält viele Ballaststoffe. Die Bitterstoffe regen die Verdauung an und unterstützen die Leber. Das Gemüse liefert außerdem Vitamin C, Kalium und Folsäure. Durch das Braten gehen einige Vitamine verloren, aber die Ballaststoffe bleiben erhalten. Als leichte Beilage ist gebratener Chicorée also eine gute Wahl.
Tipps für den Einkauf und die Lagerung
Achte beim Kauf auf feste, geschlossene Köpfe. Die Blätter sollten weiß bis hellgelb sein. Grüne Verfärbungen deuten auf zu viel Lichteinwirkung hin und verstärken den bitteren Geschmack. Im Kühlschrank hält sich Chicorée etwa eine Woche. Wickle ihn in ein feuchtes Tuch und lagere ihn im Gemüsefach. Dunkelheit ist wichtig, damit er nicht bitter wird.
Ein unterschätztes Gemüse neu entdeckt
Gebratener Chicorée verdient mehr Aufmerksamkeit in der Küche. Die Zubereitung ist unkompliziert und das Ergebnis überzeugt geschmacklich. Mit wenigen Handgriffen verwandelst du das oft verschmähte Wintergemüse in eine aromatische Beilage. Probiere es einfach aus und lass dich von dem mild-süßlichen Geschmack überraschen.