Moderne Spülmaschinentabs werben damit, alles in einem zu bieten. Reiniger, Klarspüler und Salz sind angeblich schon enthalten. Trotzdem gibt es in jeder Spülmaschine separate Fächer für Klarspüler und Salz. Viele fragen sich, ob diese Zusätze wirklich nötig sind oder ob man sich das Geld sparen kann. Die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem von der Wasserhärte in deiner Region.
Was Spülmaschinensalz eigentlich macht
Spülmaschinensalz hat nichts mit dem Salz aus der Küche zu tun. Es handelt sich um reines Natriumchlorid ohne Zusätze wie Jod oder Rieselhilfen. Das Salz regeneriert den Ionentauscher in deiner Spülmaschine. Dieser Ionentauscher ist ein wichtiges Bauteil, das Kalk aus dem Wasser filtert. Ohne regelmäßige Regeneration verliert er seine Wirkung und hartes Wasser gelangt ungehindert in den Spülraum.
Warum hartes Wasser ein Problem ist
Je nach Region enthält das Leitungswasser unterschiedlich viel Kalk. Bei hartem Wasser lagert sich Kalk auf Geschirr, Gläsern und in der Maschine selbst ab. Die Folgen sind weiße Flecken auf Gläsern, matte Oberflächen und im schlimmsten Fall verkalkte Bauteile. Heizstäbe und Sprüharme leiden besonders unter Kalkablagerungen. Die Maschine arbeitet weniger effizient und verbraucht mehr Strom.
So findest du deine Wasserhärte heraus
Dein Wasserversorger gibt Auskunft über die Wasserhärte in deinem Wohngebiet. Oft findest du die Information auf der Jahresabrechnung oder auf der Website des Versorgers. Die Härte wird in deutschen Härtegraden angegeben. Bis 7 Grad gilt Wasser als weich, zwischen 7 und 14 Grad als mittelhart und über 14 Grad als hart. Teststreifen aus der Apotheke oder dem Baumarkt liefern ebenfalls schnelle Ergebnisse.
Bei weichem Wasser kannst du sparen
Wenn du in einer Region mit weichem Wasser lebst, brauchst du tatsächlich weniger oder gar kein Salz. Der Ionentauscher hat bei weichem Wasser wenig zu tun und muss seltener regeneriert werden. Manche Spülmaschinen lassen sich auf die Wasserhärte einstellen und passen den Salzverbrauch automatisch an. Schau in die Bedienungsanleitung deiner Maschine und stelle die richtige Härte ein.
Bei hartem Wasser ist Salz unverzichtbar
In Gegenden mit hartem Wasser führt kein Weg am Spülmaschinensalz vorbei. Die kleinen Salzmengen in Multitabs reichen hier nicht aus, um den Ionentauscher ausreichend zu regenerieren. Ohne separates Salz verkalkt die Maschine mit der Zeit und das Spülergebnis leidet. Fülle den Salzbehälter regelmäßig nach, wenn die Kontrollleuchte aufleuchtet. Das schützt deine Maschine und sorgt für glänzendes Geschirr.
Die Aufgabe des Klarspülers
Klarspüler sorgt dafür, dass Wasser gleichmäßig vom Geschirr abläuft. Ohne Klarspüler bilden sich Tropfen, die beim Trocknen Flecken hinterlassen. Der Klarspüler senkt die Oberflächenspannung des Wassers. Dadurch fließt es in einem dünnen Film ab und verdunstet rückstandsfrei. Besonders bei Gläsern macht sich der Unterschied bemerkbar. Sie glänzen streifenfrei und ohne matte Schleier.
Multitabs und ihre Grenzen
Kombitabs enthalten tatsächlich Klarspüler und Salz in kleinen Mengen. Für weiches bis mittelhartes Wasser kann das ausreichen. Bei hartem Wasser stoßen Multitabs jedoch an ihre Grenzen. Die enthaltene Salzmenge ist zu gering für eine effektive Regeneration des Ionentauschers. Auch der Klarspüleranteil reicht bei manchen Tabs nicht für ein optimales Trocknungsergebnis. Teste selbst, ob dein Geschirr mit Multitabs allein zufrieden stellend sauber wird.
Wann du auf separate Produkte setzen solltest
Bei einer Wasserhärte über 14 Grad empfiehlt sich der Einsatz von separatem Salz und Klarspüler. Auch wenn du häufig Wasserflecken auf Gläsern bemerkst oder das Geschirr nicht richtig trocknet, lohnt sich der Umstieg. Manche Spülmaschinen zeigen durch Kontrollleuchten an, wenn Salz oder Klarspüler nachgefüllt werden müssen. Ignoriere diese Hinweise nicht, sie schützen deine Maschine vor Schäden.
Die richtige Dosierung finden
Zu viel Klarspüler hinterlässt einen schmierigen Film auf dem Geschirr. Zu wenig führt zu Flecken und schlechter Trocknung. Die meisten Spülmaschinen haben einen Regler für die Klarspülerdosierung. Beginne mit einer mittleren Einstellung und passe sie bei Bedarf an. Beim Salz gibt es weniger zu beachten. Fülle den Behälter einfach auf, wenn er leer ist. Die Maschine dosiert automatisch die richtige Menge.
Kosten und Nutzen abwägen
Separates Salz und Klarspüler kosten zusätzlich Geld. Auf das Jahr gerechnet sind es jedoch nur wenige Euro. Dem gegenüber stehen mögliche Reparaturkosten durch Verkalkung und der Ärger über fleckiges Geschirr. Eine gut gepflegte Spülmaschine hält länger und arbeitet effizienter. Die Investition in die richtigen Zusätze lohnt sich also langfristig. Achte beim Kauf auf Großpackungen, die sind oft günstiger.
Umweltaspekte nicht vergessen
Klarspüler enthalten Tenside und andere Chemikalien, die ins Abwasser gelangen. Wer umweltbewusst handeln möchte, kann auf ökologische Produkte zurückgreifen. Diese sind biologisch abbaubar und belasten die Gewässer weniger. Beim Salz gibt es kaum Unterschiede, da es sich um ein natürliches Produkt handelt. Verzichte aber auf Kochsalz mit Zusätzen, das kann der Maschine schaden.
So bleibt deine Spülmaschine lange fit
Neben Salz und Klarspüler braucht deine Spülmaschine regelmäßige Pflege. Reinige das Sieb im Boden alle paar Wochen von Essensresten. Wische die Türdichtung ab, dort sammeln sich gerne Schmutz und Schimmel. Ein Maschinenreiniger alle paar Monate entfernt Fettablagerungen und Gerüche. Mit dieser Routine und den richtigen Zusätzen begleitet dich deine Spülmaschine viele Jahre zuverlässig.